Pressemeldungen

Seligenstadt, den 11. März 2016
Glaabsbräu frei von Glyphosat
Keine Panik in Seligenstadt / Vertragslandwirte setzen auf robuste Gerste und verzichten auf Unkrautkiller

Für Biertrinker schrillen in diesen Tagen bundesweit die Alarmglocken. Das mittlerweile seit 500 Jahren bestehende deutsche Reinheitsgebot von 1516 schreibt die Zutaten Wasser, Hopfen und Malz vor. Untersuchungen zufolge soll jetzt aber auch der Unkrautkiller Glyphosat im Bier nachgewiesen worden sein. Doch der Medienhype ist unangemessen, weil man täglich tausend Maß Gerstensaft trinken müsste, um sich einer bedrohlichen Dosis zu nähern. Das entspannt die Biertrinkerseele.

Keinerlei Panik, weil es absolute Entwarnung in Seligenstadt gibt. Die Glaabsbräu reagierte umgehend und forderte von einem unabhängigen Labor für das aus heimischer Gerste gebraute Pilsener eine Analyse an. Der soeben zugestellte Prüfbericht belegt, dass es im Pilsener von Glaab keinen Nachweis von Glyphosat gibt. „Demnach können wir als Glaabsbräu bestätigen, dass unser Bier nicht belastet ist", freut sich Brauereichef Robert Glaab, der durch seinen durchweg regionalen Einkauf mehr Einfluss auf die Rohstoffe hat als andere Betriebe. Den Kreislandwirt und Sprecher der Erzeugergemeinschaft Norbert Zöller wundert das nun vorliegende Untersuchungsergebnis nicht: „Wir als Erzeugergemeinschaft setzen Glyphosat zur Bekämpfung von Unkraut bei Braugerste nicht ein, da es in Deutschland keine Zulassung für diese Gerstensorte hat." Zöller vermutet, dass Biere, bei denen Rückstände von Glyphosat gefunden worden sind, auf Braugerste aus dem Ausland basieren, wo der Einsatz dieses Spritzmittels nicht verboten ist. Durch die mehr als zehnjährige, enge Zusammenarbeit der Glaabsbräu mit hiesigen Landwirten ist der Weg der Rohstoffe nachvollziehbar und ein absolutes Alleinstellungsmerkmal der Seligenstädter gegenüber den Konzernen. Damit stellt sich die Heimatbrauerei bewusst gegen belastende Produkte und hält die Landwirte dazu an, auf gefährliche Spritzmittel zu verzichten.
Schon vor dem Bekanntwerden der Studie zu Glyphosat im Bier, tauschten die heimischen Erzeuger eine Gerstensorte aus, die nur geringe eigene Widerstandskräfte aufweist gegen eine robuste Sorte, um gezielt auf Pestizide verzichten zu können. Die Unternehmensphilosophie schließt mit ein, dass Glaabsbräu ihre Hopfenverträge ebenso nur noch mit ihr bekannten Hopfenbauern abschließt, auf deren Düngung und Spritzung Einfluss genommen werden kann. Robert Glaab ist gegen Glyphosat und ähnliche Pestizide: „Um das ganze Problem zu lösen, müsste unsere Regierung ein Verbot dieser Mittel durchsetzen oder so hoch besteuern, wie das in Skandinavien gemacht wird, dass der Einsatz unrentabel wird."


Hintergrund: Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat ist in modernen Spritzmitteln enthalten, um das Wachstum von unerwünschten Pflanzen in den Kulturpflanzen zu unterdrücken. Leider kommen damit fast alle Lebensmittel in Kontakt und somit in unsere Nahrungsmittelkette, ob über Pflanzen direkt oder über tierische Produkte indirekt. Glyphosat und die Rückstände davon, sogenannte Metabolite, können uneingeschränkt in unsere Lebensmittel gelangen und können danach in jedem konventionell erzeugten Lebensmittel nachgewiesen werden. Sie stehen im Verdacht, krebserregend zu sein.




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Freitag: 8.00 – 12.00 Uhr
An alle Fans von Sammlerartikeln:
Gerne senden wir Ihnen ein paar Bierdeckel und einen Satz Flaschenetiketten zu.
Hierfür benötigen wir nur einen frankierten Rückumschlag (Kompakt- oder Großbrief).
Glaabsbräu
GmbH & Co. KG
Frankfurter Straße 9
63500 Seligenstadt
Glaabsbräu –
Inmitten der historischen Altstadt
von Seligenstadt