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Braugerstenfeldbegehung für den Seligenstädter Urstoff

Glaabsbräu, Zöller-Hof und Zweckverband im Austausch über Qualität, Entwicklung und regionale Verantwortung

Seligenstadt, 02.07.2026. Bei einer gemeinsamen Begehung der Braugerstenflächen in Seligenstadt haben sich Vertreter von Glaabsbräu, dem Zöller-Hof sowie dem Zweckverband Wasserversorgung Stadt und Kreis Offenbach ein Bild vom aktuellen Entwicklungsstand der diesjährigen Braugerste gemacht. Im Mittelpunkt der Begutachtung standen dabei sowohl der allgemeine Zustand der Bestände als auch fachliche Kriterien, die für die spätere Eignung als Braugerste entscheidend sind.

Beurteilt wurden unter anderem Bestandsdichte, Gleichmäßigkeit, Vitalität und Gesundheitszustand der Pflanzen. Auch die Ausbildung der Ähren sowie die bisherige Entwicklung der Gerste im Vegetationsverlauf wurden in den Blick genommen. Die Einschätzung der Beteiligten fällt positiv aus: Die Bestände zeigen sich derzeit in einem guten und homogenen Zustand und lassen auf eine vielversprechende Ernte hoffen.

Die Braugerste für den Seligenstädter Urstoff stammt zu 100 Prozent aus Seligenstadt und wächst auf den Flächen des Zöller-Hofs von Norbert und Steffen Zöller.  Für Glaabsbräu ist die Begehung der Felder ein wichtiger Bestandteil eines Qualitätsverständnisses, das weit vor dem Sudhaus ansetzt. Denn für eine hochwertige Braugerste kommt es nicht allein auf den Ertrag an, sondern vor allem auf die spätere Kornqualität. Entscheidend sind dabei unter anderem eine gleichmäßige Ausreife, eine gute Sortierung sowie Parameter wie Eiweißgehalt und Keimfähigkeit, die später bei der Vermälzung und im Brauprozess eine zentrale Rolle spielen.

Norbert Zöller sagt: „Für uns ist es wichtig, dass die Gerste nicht nur gut wächst, sondern auch die Qualität mitbringt, die am Ende für ein Bier gebraucht wird. Dass wir diesen Weg gemeinsam mit Glaabsbräu gehen, macht das Projekt für uns besonders – weil man vom Feld an weiß, wofür man arbeitet.“

Auch Braumeister Julian Menner betont die Bedeutung der fachlichen Begleitung: „Eine Feldbegehung zeigt früh, wie sich die Bestände entwickeln und ob die Voraussetzungen für ein charaktervolles, ausgewogenes Bier gegeben sind. Gute Brauqualität beginnt nicht erst im Kessel, sondern draußen auf dem Feld.“

Die Beteiligung des Zweckverbands Wasserversorgung Stadt und Kreis Offenbach unterstreicht zudem, wie eng landwirtschaftliche Qualität und der verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen zusammenhängen. Gerade im Anbau von Braugerste spielen Bodenverhältnisse, Witterung und Wasserversorgung eine wichtige Rolle für die Entwicklung der Pflanzen und die spätere Qualität des Ernteguts.

Die Voraussetzungen für eine gute Ernte und eine verlässliche Versorgung mit regionalem Braumalz für den Seligenstädter Urstoff sind gesichert.

Bild: Steffen und Norbert Zöller sowie Vertreter der ZWO und Brauer der Glaabsbräu – Copyright Glaabsbräu 

Mit einer Geschichte von über 280 Jahren ist Glaabsbräu die älteste Brauerei in Südhessen und eine der innovativsten in Deutschland. Glaabsbräu zählt zu den wenigen noch bestehenden familiengeführten Brauereien in Hessen und ist mit einem Ausstoß von 15.000 hl eine der kleinsten privatgeführten Brauereien im Rhein-Main-Gebiet. Das Unternehmen wird in neunter Generation von Robert Glaab sowie Braumeister und Geschäftsführer Julian Menner unabhängig geführt. Durch die neue Brau- und Rohstoffphilosophie hebt sich Glaabsbräu klar vom Massenmarkt aber auch vom traditionellen regionalen Biermarkt ab. Glaabsbräu- Biere sind naturbelassen, ohne Zusatzstoffe, ohne chemische Stabilisierungsmittel und Farbebier gebraut. Somit erfüllen sie höhere Ansprüche als das deutsche Reinheitsgebot. Der Brauprozess erfolgt insgesamt trinkwassersparend. Neben exzellenten Zutaten und technischem Können gehören auch Kreativität, Innovationsgeist und Authentizität zur Glaabsbräu Brauphilosophie.  Die Brauerei ist ein attraktives Ausflugsziel im Rhein-Main-Gebiet. Neben dem klassischen Biersortiment und einem Angebot an alkoholfreien Bieren, bietet Glaabsbräu auch Craftbiere an. Glaabsbräu ist Mitglied der Initiative „Hessen à la carte“ des DEHOGA-Verbandes und Gründungsmitglied der Freien Brauer, die 2019 ihr 50jähriges Jubiläum gefeiert haben

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